Programm für Fest mit Sorbischem Nationalensemble im August
Vetschaus Bürgermeister Bengt Kanzler will Ideen besprechen, die Sommerfestspiele in der Slawenburg Raddusch über das Programm des Sorbischen Nationalensembles auszuweiten. Am Mittwoch wurden die Angebote für "drei tolle Tage" im kommenden August vorgestellt.
Darf's ein bisschen mehr sein? "Drei tolle Tage", sagt das parteilose Vetschauer Stadtoberhaupt, haben wir. In diesem Jahr finden sie statt vom 17. bis 19. August (siehe Kasten).
Künftig könnten es ein paar schöne Tage mehr werden. "Wir werden im September darüber reden, ob wir das Programm der Sommerfestspiele erweitern können", erklärte Kanzler am Mittwoch bei der Vorstellung des diesjährigen Programms. Das Interesse sei durchaus vorhanden. Für eine Ausweitung spreche vieles: die Bühne steht ohnehin und wäre besser ausgelastet. "Das kostet ja ein Heidengeld, die Bühne aufzubauen." An zusätzlichen Tagen könnten heimische Künstler und Vereine ebenso auftreten wie Rockbands. Kanzler: "Das wär sicher was für Calau, Lübbenau und Vetschau gemeinsam." Noch sei alles "nur Idee". Man wolle, eine Verständigung vorausgesetzt, eher klein beginnen, "vielleicht den Donnerstag oder den Montag dazunehmen und schauen, was ankommt". Schon macht das Wort von einer Festwoche die Runde. Kanzler bleibt da lieber noch vorsichtig.
Vetschau unterstützt die in der sechsten Auflage nunmehr schon fast traditionellen Sommerfestspiele des Sorbischen Nationalensembles erstmals direkt, den Familiensonntag am 19. August. Mit Geld aus der Stadtkasse, mit Logistik und den Diensten der Feuerwehr.
Und so konnte sich die Intendantin des Ensembles, Milena Vettraino, am Mittwoch über einen zusätzlichen Unterstützer freuen. Bewährte Partner sind der Förderverein der Slawenburg und das Bergbau-Unternehmen Vattenfall. "Wir wollen helfen, die sorbische Identität zu wahren, auch wenn wir bergbaulich Boden in Anspruch nehmen." Dazu gehöre, so der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall, Dr. Hartmuth Zeiß, die Förderung der Kunst und Kultur. Die Festspiele seien ein "Farbtupfer für die Region" unmittelbar am ehemaligen Tagebau Seese Ost und dem entstehenden Kahnsdorfer See.
Intendantin Vettraino erklärte, die Slawenburg nahe Raddusch biete eine "wunderschöne Kulisse, die zu Herz und Seele des Nationalensembles passt". Die Bühne ist überdacht, ein rutschfester Tanz-Teppich werde verlegt - und die Slawenburg hat für den Fall der Fälle Regencapes geordert.
In diesem Jahr feiert das Ensemble den 60. Geburtstag - in der Slawenburg mit Film und Jazz, mit einer Gala sowie einem Feuerwerk. Der Sonntag wird ganz für die Familie da sein.
Zum Thema:
Programm: 17. August (20 Uhr). "Der fremde Vogel" mit Asta Nielsen, dazu Jazz von Clemens Pötzsch, anschließend Tanztheater. 18. August (20 Uhr): "Gala 60". 19. August (14 Uhr): Familientag, Märchen "Das listige Füchslein".Karten gibt es unter 03591 358111 oder www.sne-bautzen.de. Erhältlich sind sie zudem in der Slawenburg. Die Tickets kosten für Freitag und Sonntag jeweils 18 Euro (Vorverkauf) und 23 Euro (Abendkasse/ermäßigt: 15 Euro). Gruppentarif möglich. Bis 15 Jahre: Eintritt frei. Sonntag gilt der Einritt der Slawenburg.

























