
Die Wojewodschaft Lubuskie gehört zu den 3 polnischen Regionen, die an der Grenze zu Deutschland liegen.
Dadurch haben die Einwohner der Wojewodschaft weitaus mehr Kontakte mit Deutschen als die Bewohner anderer Landesteile.
Der Kontakt mit Westeuropa ist zur Normalität geworden. Die Unternehmen
aus der Wojewodschaft, von kleinen Gartenzwergherstellern bis zu den
Großunternehmen, sind stärker als andere auf westliche Märkte
orientiert.
Die Einwohner der Wojewodschaft Lubuskie fahren oft ins Ausland, für
die Bewohner von Grenzstädten bedeutet dies oft lediglich einen
Spaziergang auf die andere Seite des Flusses. Kulturelle und
zivilisatorische Denk und- Verhaltensmuster, die aus Europa
herüberströmen, beeinflussen beispielsweise die Erwartungen der
Arbeitnehmer an die Arbeitgeber, moralische und ästhetische
Wertvorstellungen. In diesem Sinne ist die Region Lubuskie näher an
Europa als die meisten anderen Regionen.
Die Präsidentenkonferenz der NFI hat die Region Lebuser Land/Ziemia
Lubuska an der deutsch/polnischen Grenze zur Landschaft des Jahres
2003/2004 ausgewählt. Mit der Region wird eine historische und
grenzüberschreitende Kulturlandschaft im Herzen Europas vorgeschlagen.
Die Region ist ökologisch besonders interessant. Viele im europäischen
Raum nicht mehr vorhandene bzw. vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und
Tierarten haben hier Lebens- und Entwicklungsraum gefunden. Die Täler
der Warthe und Oder sind Feuchtgebiete und Vogelschutzgebiete von
internationaler Bedeutung und für den sanften Tourismus (Wandern,
Radfahren) besonders geeignet. Insbesondere in der Perspektive des
Beitritts Polens 2004 zur EU bietet eine Landschaft des Jahres Lebuser
Land die Chance für neue grenzüberschreitende Kooperationen und für die
Schaffung und Unterstützung von Rahmenbedingungen für eine nachhaltige
Regionalentwicklung.