Tag des offenen Denkmals: Biosphärenreservat präsentiert altes Spreewald-Haus
Datum: 09.09.2010

Burg (Spreewald) - Zum Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag (12. September) stellt die Interessengemeinschaft Bauernhaus (IGB) e.V. ab 10 Uhr das Möbusprojekt auf dem Schlossberghof der Biosphärenreservates Spreewald in Burg vor.

Die Mitglieder der IGB haben ehrenamtlich ein historisches Spreewälder Wohn-Stallhaus gerettet, das bereits zum Abriss freigegeben war. Dieses typische Spreewaldhaus besteht aus einem Blockbohlenwohnteil mit ei-nem Ziegelstallanbau. Der Blockteil des Hauses mit dem historischen Fachwerkkamin, der sogenannten schwarzen Küche, wurde systematisch abgebaut. Jetzt werden die alten Balken fachmännisch saniert. Danach soll das Haus auf dem Gelände des Burger Infopunktes des Biosphärenreservates wieder aufgebaut und zu einer gemeinnützigen Einrichtung für Beratung, Information und Kommunikation genutzt werden.

Bereits wieder aufgebaut wird zurzeit der Ziegelteil des alten Gebäude. Die dafür notwendigen ca. 7000 Ziegelsteine wurden aus einem landwirtschaftlichen Nebengebäude aus dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts geborgen, das ebenfalls abgerissen werden sollte.

Mit dem 2006 gestarteten „Möbusprojekt" engagieren sich Biosphärenreservat und IGB für die Bewahrung der besonderen Bauweise in der Spreewälder Kulturlandschaft. Denn auch das zählt zu den wichtigen Aufgaben des Auf den Tag genau vor 20 Jahren mit dem Nationalparkprogramm für den Osten Deutschlands gegründeten Biosphärenreservates. Gute Sanierungsbeispiele werden gesammelt und vorgestellt, um so Anregung zu geben für Erhaltung und angepasste Erneuerung der traditionellen Spreewälder Bausubstanz.

Biosphärenreservat Spreewald
Schulstraße 9
03222 Lübbenau

Telefon: 03542/8921-0
Fax: 03542/8921-40
E-Mail: br-spreewald@lua.brandenburg.de

Datum: 09.09.2010
Neuigkeiten, Aktuelles, Presserveröffentlichungen
Biosphärenreservat Spreewald feiert 20. Geburtstag  / 14.10.2010
Lübbenau (dapd-lbg). Mit einer festlichen Kuratoriumssitzung feiert das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald am Donnerstag seinen 20. Geburtstag. Das Reservat zählt zu den drei Brandenburger Gebieten, die am 12. September 1990 mit dem Nationalparkprogramm für den Osten Deutschlands gegründet wurden,...  > mehr Infos...
Kamera-Pirsch der Generationen: 2. Schüler "Fotowettbewerb" der Biosphäre  / 10.09.2010
Lübbenau/Spreewald - Wie sich Spreewaldlandschaft verändert, das sollen junge Leute in diesem Jahr beim 2. Schüler Fotowettbewerbes des Biosphärenreservates Spreewald dokumentieren. Anlass und Thema ist das 20-jährige Bestehen des Biosphärenreservates im September 2010. Der vom Biosphärenreservat...  > mehr Infos...
Tag des offenen Denkmals: Biosphärenreservat präsentiert altes Spreewald-Haus  / 09.09.2010
Burg (Spreewald) - Zum Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag (12. September) stellt die Interessengemeinschaft Bauernhaus (IGB) e.V. ab 10 Uhr das Möbusprojekt auf dem Schlossberghof der Biosphärenreservates Spreewald in Burg vor.  > mehr Infos...

Das UNESCO Biosphärenreservat Spreewald

Das 475 km² große Biosphärenreservat Spreewald liegt im Südosten Brandenburgs, nur ein paar Kilometer westlich von Cottbus und 100 km südöstlich von Berlin.

Es erstreckt sich auf einer Länge von ca. 55 km und einer Breite von maximal 15 km entlang des Mittellaufes der Spree und berührt die Landkreise Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neisse. In 37 Gemeinden und zwei Städten leben 50.000 Einwohner.

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Naturschutz im UNESCO Biosphärenreservat Spreewald

Seit 1991 verfügt Brandenburg über Naturwächter. Im Biosphärenreservat Spreewald sind das 9 Mitarbeiter, die Verantwortung über 48.000 Hektar tragen.

Sie kontrollieren die Einhaltung naturschutzrechtlicher Bestimmungen, sind Spreewäldern und deren Gästen Partner und Vermittler bei Fragen zu Naturschutz und Landnutzung und informieren über Besonderheiten im Gebiet.

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Die Schutzzonen

Den internationalen Richtlinien entsprechend ist das Biosphärenreservat in vier Zonen unterteilt: 

Zone I (Kernzone, Naturschutzgebiet)

Diese Gebiete tragen den höchsten Schutzstatus. Sie bleiben völlig ihrer natürlichen Dynamik überlassen, werden nicht bewirtschaftet und dienen in begrenzten Maße der Forschung. Hier ist jegliches Betreten verboten. 

Zone II (Pflegezone, Naturschutzgebiet)

Sie dient der Abschirmung der Kernzonen vor Schadeinflüssen, der Erhaltung und Pflege landschaftstypischer Vielfalt und dem Schutz seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Bei der Nutzung dieser Gebiete hat der Naturschutz Vorrang. Dies bedeutet auch, die markierten Wasser- und Wanderwege nicht zu verlassen.

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Ziele des UNESCO Biosphärenreservates Spreewald

Ziel des Biosphärenreservates ist es, die über Jahrhunderte durch den Menschen geformte vielgestaltige Kulturlandschaft des Spreewaldes gemeinsam mit den Spreewäldern zu bewahren und zukunftsfähig zu gestalten.

Um die spreewaldtypischen Landschaft mit ihrem Artenreichtum zu erhalten, besitzt die Sicherung des Wasserhaushaltes eine ganz besondere Bedeutung. Denn Wassermangel - sei es im Grundwasser oder in den vielen Wasserläufen - ist das größte Problem der vom Wasser geprägten Flora und Fauna.

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 Infozentren

Einen zweiten Blick auf den Spreewald bieten die Besucherinformationszentren des Biosphärenreservates Spreewald in Lübbenau, Schlepzig und Burg.

Die Informationszentren haben von April (der Kräutergarten ab Mai) bis Mitte Oktober täglich von 10.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Andere Zeiten auf Anfrage (Telefon: 03542 / 82 13 1).

Viel Informatives und natürlich eindrucksvolle Naturerlebnisse bieten die vom Biosphärenreservat angebotenen Wanderungen und Radtouren mit der Naturwacht oder die Angebote für Kinder wie der Junior-Ranger-Pass. 

Den genauen Veranstaltungskalender finden Sie unter www.grossschutzgebiete.brandenburg.de/br_spree.

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Die Geschichte des UNESCO Biosphärenreservates Spreewald

Das Biosphärenreservat Spreewald entstand 1990 im Rahmen des Nationalparkprogramms der DDR, mit dem buchstäblich in den letzten Stunden dieses Staates, in der allerletzten Sitzung des Ministerrates am 12. September 1990 5 Nationalparke, 6 Biosphärenreservate und 3 Naturparke ausgewiesen wurden.

Die Unter-Schutz-Stellung trat am 1. Oktober 1990 in Kraft, wenige Monate später, im März 1991 erhielt das Biosphärenreservat Spreewald seine internationale Anerkennung durch die UNESCO. Grundlage für die Ausweisung des Biosphärenreservates Spreewald war die jahrelange Vorarbeit ehrenamtlicher Naturschützer, die bereits in den achtziger Jahren die großräumige Sicherung der einmaligen Landschaft angestrebt hatten.


  
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http://www.servicequalitaet-deutschland.deTourismusverband Spreewald e. V., Raddusch, Lindenstraße 1, 03226 Vetschau / Spreewald
Telefon: +49 (0) 35433 72299, Telefax: +49 (0) 35433 72228, E-Mail: tourismus@spreewald.de, http://www.spreewald.de
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