Burg (Spreewald) - Zum Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag (12. September) stellt die Interessengemeinschaft Bauernhaus (IGB) e.V. ab 10 Uhr das Möbusprojekt auf dem Schlossberghof der Biosphärenreservates Spreewald in Burg vor.
Die Mitglieder der IGB haben ehrenamtlich ein historisches Spreewälder Wohn-Stallhaus gerettet, das bereits zum Abriss freigegeben war. Dieses typische Spreewaldhaus besteht aus einem Blockbohlenwohnteil mit ei-nem Ziegelstallanbau. Der Blockteil des Hauses mit dem historischen Fachwerkkamin, der sogenannten schwarzen Küche, wurde systematisch abgebaut. Jetzt werden die alten Balken fachmännisch saniert. Danach soll das Haus auf dem Gelände des Burger Infopunktes des Biosphärenreservates wieder aufgebaut und zu einer gemeinnützigen Einrichtung für Beratung, Information und Kommunikation genutzt werden.
Bereits wieder aufgebaut wird zurzeit der Ziegelteil des alten Gebäude. Die dafür notwendigen ca. 7000 Ziegelsteine wurden aus einem landwirtschaftlichen Nebengebäude aus dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts geborgen, das ebenfalls abgerissen werden sollte.
Mit dem 2006 gestarteten „Möbusprojekt" engagieren sich Biosphärenreservat und IGB für die Bewahrung der besonderen Bauweise in der Spreewälder Kulturlandschaft. Denn auch das zählt zu den wichtigen Aufgaben des Auf den Tag genau vor 20 Jahren mit dem Nationalparkprogramm für den Osten Deutschlands gegründeten Biosphärenreservates. Gute Sanierungsbeispiele werden gesammelt und vorgestellt, um so Anregung zu geben für Erhaltung und angepasste Erneuerung der traditionellen Spreewälder Bausubstanz.
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