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Spreewälder Sagennacht

©Ron Petraß

Spreewald-Journal Ausgabe: November/Dezember 2018

Interview mit Johannes Gärtner:

„Tagelang, träumelang, ideenlang!“

An Pfingsten, vom 8. bis 10. Juni, ist es wieder soweit! Bei der Spreewälder Sagennacht, am sagenumwobenen Bismarckturm in Burg (Spreewald), wird das nächste Kapitel aufgeschlagen. Unter dem Titel „ Die Rache – Wjec´ba“ erwartet uns ein spannendes Open-Air-Spektakel über die Geschichte und Bräuche der Sorben/Wenden sowie ein spektakuläres Abschlussfeuerwerk!

Herr Gärtner, was waren Ihre ersten Gedanken, als Sie den Auftrag bekommen haben, das Drehbuch für die Spreewälder Sagennacht zu schreiben? 

Johannes Gärtner (J.G.): Mein erster Gedanke war ein erstes Gefühl: Freude! Auf etwas Neues! Das Textbuch bestand bereits in einer Vorlage der sorbischen Autorin Jewa-Marja Cornak. Ich bekam den Auftrag, daraus ein spielfertiges Stück zu machen und Regie zu führen. Ich habe mich in die Geschichte eingelesen, wir haben über eine Woche gemeinsam an dem Text gesessen und jeden Satz angeschaut und sehr viel neu formuliert: Warum sagt das die Figur? Wie sagt sie das? Was macht sie besonders? Wo kann Musik die Geschichte weiter erzählen? Alles das, was ein Dramaturg fragen muss, damit der Zuschauer eine spannende Geschichte nachvollziehen kann.

Woher beziehen Sie Ihre Ideen? Wie haben Sie sich auf die Geschichte vorbereitet und eingestimmt?

J.G.: Ein anderes Wort für „Ideen“ ist „Einfälle“. Woher die kommen, will ich immer erst dann wissen, wenn ich mit ihnen nicht zufrieden bin. Nun, das Ideen-Radar fängt nur das ein, was es kennt und somit ist viel lesen und überhaupt Interesse an der Welt und ihrer Geschichte vielleicht ein Schlüssel. Wir hatten hier ja zusammen zwei mich mit einem Spreewälder Sagenbuch bei einem wunderbaren Dezembernebel ganz allein auf dem Schlossberg in Burg (Spreewald): Ja, das kann schön werden!

Was ist das besondere an der Spreewälder Sagennacht?

J.G.: Das Motto meiner Produktionsgesellschaft CERCA DIO ist: „Besonderes Theater an besonderen Orten“ – so musste ich nicht lange überlegen, als die Intendantin des Sorbischen Nationalensembles Frau Kubitz, anrief. Der Ort mit seiner Geschichte ist besonders. Die Durchdringung von Sagenwelt, Halbwelt und Menschenwelt kann uns gerade heute, wo es um Umwelt- und soziale Fragen geht, vieles erzählen. Und obendrein ist es ein Volksfest mit Theater, das ist nah dran an den ursprünglichen Absichten des Theaters: Jung und alt, reich und arm – viele Menschen treffen sich, um gemeinsam etwas zu erleben und gute Eindrücke zu sammeln, die im besten Falle die eigenen Gefühle und Gedanken bereichern.

Wie lange arbeitet man an solch einem Projekt?

J.G.: Wir haben im Oktober 2018 angefangen und werden Mitte Juni 2019, wenn die letzte Vorstellung gespielt ist, alles auswerten. Wie lange? Tagelang, träumelang, ideenlang – und wenn diese tragen, dann erst setzt die Uhrzeit ein, damit man all die Organisation erledigen kann, die nötig ist. Zeit ist in der Kunst eine besondere Kategorie. 

Wie viele Personen wirken an der Spreewälder Sagennacht mit?

J.G.: Das Ensemble mit Chor, Musikern, Tänzern, Sängern, Solisten, Gästen, Statisten, Inszenierungs-Team – es werden wohl über 100 Menschen sein, die direkt daran beteiligt sind, was auf der Bühne dann zu erleben ist.

Was war die größte Herausforderung bei der Vorbereitung?

J.G.: Die Ideen im Zaum des Budgets zu halten. Es ist uns gelungen! Ohne zu viel zu verraten! 

Radarschirme, das war ein breites Spektrum. Eingestimmt habe ich Wie wird sich die Geschichte fortsetzen?

J.G.: Sagengestalten können ganz menschlich werden, der Spreewald bekommt ein neues Gebäude und alles geht - Dank der Lutki - gut aus! Es wird eine bunte Geschichte mit sehr viel schöner Musik, modernem und traditionellem Tanz und spannenden Dialogen werden!

Wir dürfen also gespannt sein, was uns bei der diesjährigen Spreewälder Sagennacht erwartet. Voller Vorfreunde und Spannung freuen wir uns auf diese sagenhafte Veranstaltung!

Herzlichen Dank, Herr Gärtner, für das äußerst interessante Interview. Es fragte Jenny Ruben.

Amt Burg spreewald

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