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Spreewald-Journal Ausgabe: September/Oktober 2019

Das Bildhauer + Karikaturisten Open Air steht in den Startlöchern

Jürgen Othmer: „Hautnah erleben kann man Kunst in einer unglaublichen Intensität beim SpreewaldAtelier“

Spreewald. Bitte näher treten! Es ist nur Kunst. Das SpreewaldAtelier, Bildhauer und Karikaturisten Open Air, nimmt den Begriff „Kunst im öffentlichen Raum“ beim Wort und versammelt alle zwei Jahre etwa 25 Bildhauer und Karikaturisten im Herzen der Lübbenauer Altstadt. In diesem Jahr findet dieses kulturelle Highlight vom 14. – 21. September statt.

Wir haben Herrn Dr. Jürgen Othmer, den Verantwortlichen der Lübbenaubrücke, interviewt und ihm Fragen rund um das Thema Kunst und Kultur gestellt. 

Herr Dr. Othmer, in welchem Bereich haben Sie Ihren Dr.-Titel absolviert?
Jürgen Othmer (J.O.)
: Meinen Dr.-Titel habe ich als Ergänzung zu meinem Studium im Fachbereich Architektur gemacht. 

Kommen Sie ursprünglich aus unserer Region?
(J.O.): Nein. Ursprünglich komme ich aus Niedersachsen. 

Was verbinden Sie mit dem Spreewald?
(J.O.): Das ist vielfältig. In erster Linie verbinde ich mit dem Spreewald über 20 Jahre Arbeit. Aber auch die Vielfalt, die der Spreewald im Bereich Natur, Kunst und Kultur zu bieten hat. Mittlerweile ist der Spreewald eine zweite Heimat für mich geworden. 

Welchen Aufgaben haben Sie sich bisher im Spreewald gewidmet?
(J.O.): Wir haben Kunst und Kultur hier im Spreewald in vielen Bereichen initiiert. Im Jahr 2000 sind wir mit dem ersten Bildhauer-Symposium, dem Vorläufer des SpreewaldAteliers, an den Start gegangen. Ansonsten habe ich mich dem Stadtumbau zugewendet und dafür Sorge getragen, dass Ballungsgebiete attraktiver und lebenswerter werden und somit die Menschen hier bleiben.

In der Stadtentwicklung und im Stadtmarketing sind auch die Themen Kunst und Kultur mit inbegriffen. Hierzu zählen Veranstaltungen, die in diesem kulturellen Bereich durchgeführt werden.

Welche Bedeutung hat das SpreewaldAtelier für unsere Region?
(J.O.): Das SpreewaldAtelier hat eine sehr geschätzte und große Bedeutung für unsere Region. Allerdings wird es überregional noch nicht in dem Maße gewürdigt, was die Qualität dieser Veranstaltung eigentlich hergibt. Die Idee ist ursprünglich unter dem Aspekt entstanden, Kunst und Kultur in der Region zu etablieren und den Menschen verschiedene Möglichkeiten kreativer Art aufzuzeigen.

Für mich hat das SpreewaldAtelier ein großes Potential und darf seine Strahlkraft gern auf Landes- und Bundesebene weiter entfalten. Da gibt es noch viele Stellschrauben, an denen gedreht und optimiert werden kann. 

Welche Künstler haben Sie in den letzten Jahren besonders beeindruckt?
(J.O.): Ich muss sagen, dass ich da gar keinen speziellen Künstler nennen möchte. Denn, wenn ich es auf das SpreewaldAtelier beziehe, bin ich jedes Mal auf Neue von dem hohen Niveau, sowohl an grafisch tätigen Künstler, als auch an Bildhauern, die unserer Einladung folgen, begeistert. Es sind immer wieder Künstler dabei, die international ein gutes Standing haben. Das hohe kreative Niveau der Künstler beim SpreewaldAtelier ist wirklich das faszinierendste für mich. 

Wo kann man Kunst im Spreewald noch hautnah erleben?
(J.O.): Hautnah erleben können Sie Kunst natürlich in einer unglaublichen Intensität beim SpreewaldAtelier. Außerdem gibt es in Lübbenau eine Vielzahl von Skulpturen, die wirklich bemerkenswert sind. Ansonsten können die Besucher natürlich in den verschiedenen Ateliers und Werkstätten der Region, Kunst hautnah erleben. Auch die Aquamediale ist natürlich ein guter Tipp. Diese findet aktuell in Straupitz (Spreewald) statt und ist wirklich sehenswert.

Worauf können sich die Besucher des SpreewaldAteliers in diesem Jahr besonders freuen?
(J.O.): Das SpreewaldAtelier geht ja in diesem Jahr noch bis zum 21. September. Die Besucher können sich neben den regulären Angeboten auf die Anwesenheit hochwertiger Zeichner und Bildhauer freuen. In diesem Jahr arbeiten die Künstler zum Thema „Plastik/ Kunst oder Müll?“. Vor den Augen des Publikums wird eine Woche lang zu Kettensäge und Feder gegriffen, um einzigartige Momentaufnahmen einzufangen und in ihre jeweilige künstlerische Ausdrucksform zu gießen.

In diesem Jahr haben wir auch Plastikworkshops zum Mitmachen. Hier wird also mit Müll und Plastik gearbeitet. Am Mittwoch, den 18. September wird es erstmalig eine Lesung in der Nikolaikirche mit Orgelmusik zum Thema Fontane geben. Das hatten wir noch nie. Außerdem werden wir in diesem Jahr eine außergewöhnliche und aufwendige Abschlussperformance haben. Die Besucher können sich also auf einige Highlights und Ergänzungen freuen, die wir bisher in dieser Form noch nicht hatten. 

Herzlichen Dank, Herr Othmer, für das äußerst interessante Interview. Wir sind schon ganz gespannt auf das diesjährige SpreewaldAtelier und freuen uns auf viele Besucher. 

Es fragte Jenny Ruben.

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