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Auf die Gurke, fertig, los!

© Peter Becker
Spreewald Marathon

Spreewald-Journal Ausgabe: März/April 2019

Interview mit Hans-Joachim Weidner: „Der Spreewald-Marathon ist der absolute Hauptgewinn!“

Vom 25. – 28. April 2019 heißt es wieder Schuhe binden, Inliner festschnallen, Luft aufpumpen, Paddel- und Walkingstöcke schnappen! Der 17. Spreewald Marathon steht in den Startlöchern. Egal ob per Laufschuh, auf Skatern, auf dem Rad oder mit einem Kanu – der Spreewald begeistert mit flachen Strecken und einem Labyrinth aus Fließen.

Ein ganzes  Wochenende findet im Spreewald das vielseitige sportliche Spektakel durch die faszinierende Landschaft statt. Wir haben hinter die Kulissen geschaut und bei Hans- Joachim Weidner, Organisator des Spreewald- Marathons, nachgefragt… 

Herr Weidner, wie kam die Idee zum Spreewald- Marathon? 

Hans-Joachim Weidner (H.-J.W.): „Meine Frau und ich waren selber schon immer begeisterte Sportler und Läufer. Verwunderlich war es für uns, dass es zwischen Berlin und Dresden keinen Marathon gab. Die Idee kam 2002 dann letztendlich von meiner Ehefrau. Das Konzept sollte sich von anderen allerdings unterscheiden. Wir wollten besonders sein und möglichst vielfältige Disziplinen anbieten. Der Spreewald gibt die Möglichkeit her! – Laufen, Wandern, Walken, Radeln, Skaten, Paddeln.. Damals hätten wir nicht annähernd damit gerechnet, wie beliebt und bekannt der  Spreewald ist. Jeder war neugierig auf die Region. Was der Spreewald als Name für Fernwirkung hat, war uns zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst. Heute wissen wir, dass es der absolute Hauptgewinn war.“

Was ist die Besonderheit am Spreewald- Marathon?

H.-J.W.:
„Das ist definitiv die Vielfältigkeit des Events! Wir haben mittlerweile 44 Wettbewerbe auf 33 Strecken und somit ist für jeden etwas dabei. Der Spreewald-Marathon ist so angelegt, dass es Disziplinen und Strecken für die ganze Familie gibt. Das war von vornerein unsere Absicht. Das breite Angebot reicht von einer kleinen Nachtwanderung über die 1 km Radstrecke bis hin zur 200 km Tour. Jeder, der sich für den Marathon öffnet, wird hier fündig.

Wie kam es zur Entstehung der Gurkenmedaille?

H.-J.W.: „Vor 17 Jahren haben wir uns die Gurke als Medaille ausgesucht. Nicht nur, weil der Spreewald eines der größten Gurkenanbaugebiete Deutschlands ist, sondern weil wir auch die einheimische Gurkenindustrie mit unserer Werbemaßnahme unterstützen wollten. Mittlerweile gibt es sie in verschiedenen Farben mit Bronze-, Silber- oder Goldblättern. Die Gurkenmedaille ist für eine Vielzahl der Teilnehmer nicht mehr wegzudenken!“

Wie viele Helfer sind beim Spreewald-Marathon im Einsatz? 

H.-J.W.: „Insgesamt sind gut 500 Helfer im Einsatz, die sich um die Versorgung der Sportler kümmern und das Organisatorische absichern.“ 

Gibt es auch Anmeldungen von Profi-Sportlern oder Prominenten?

H.-J.W.: „Beim Spreewald-Marathon sind verschiedene Stammgäste aus den jeweiligen Disziplinen  vertreten. Beim Inline-Skaten ist die Weltspitze am Start. So beispielsweise der Weltmeister aus Venezuela oder große Gruppen aus Italien, Dänemark und Schweden. Auch Claudia Pechstein oder der Sprintolympiasieger Jens Fiedler haben schon an dem einen oder anderen Spreewald-Marathon teilgenommen. Unsere Kulturministerin Martina Münch rennt eigentlich jedes Jahr mit. Beim Radeln sind hier und da auch Olympiasieger dabei. Viele Profi- Sportler und Prominente nehmen aber auch Anonym teil.“

Haben Sie einen besonderen Moment aus den letzten Jahren, an den Sie sich noch genau erinnern?

H.-J.W.: „Da fallen mir spontan drei Dinge ein. Das schönste Gefühl ist grundsätzlich der Hauptstart der Läufer und Walker am Sonntag um 10.30 Uhr in Burg (Spreewald). Der erste Läufer ist bereits schon am Spreehafen, da wartet der letzte Walker noch auf sein Startsignal. Das sind insgesamt zwei Kilometer Entfernung. Der Start ist eine riesige Erlösung. Es erfüllt mich immer wieder aufs Neue mit Stolz, wenn ich sehe was wir da mit unseren Helfern auf die Beine stellen. Ein besonderer Moment war auch der folgende: Am 22. April 2006 zeigte mir meine Frau beim 4. Spreewaldmarathon einen Storch und sagte „Das ist deiner!“. Nun ja, im November wurde dann schließlich mein Sohn geboren. Bei der letzten Anekdote muss man wohl ein wenig schmunzeln. In einem Jahr wurden drei Inline- Skater aus dem Wasser geborgen. Diese waren so rasant unterwegs, dass sie eine Kurve nicht  bekamen. Verletzungen gab es zum Glück nicht.“

Gibt es 2019 eine Neuheit beim Spreewald-Marathon? 

H.-J.W.: „Auf die Sportler warten die altbekannten Strecken, Erlebnisse, die gute Organisation und die tolle Verpflegung. Aber natürlich wollen wir immer wieder neue Akzente für die Sportler setzen. Wir haben 2019 erstmalig Run & Bike (Lauf & Rad) eingeführt. Diese Disziplin ermöglicht es, einen Marathon zu zweit durchzuführen. Zu jedem Zeitpunkt muss dabei mindestens ein Teammitglied laufen oder rennen und der Partner fährt währenddessen mit dem Rad. Außerdem gibt es dieses Jahr auch zum ersten Mal einen Skate- Wettbewerb und die Möglichkeit, dass Handbiker starten können.“

An neuen Ideen mangelt es Hans- Joachim Weidner nicht. Wir dürfen also gespannt sein, was uns die nächsten Jahre erwartet. Wir freuen uns schon auf den diesjährigen Spreewald-Marathon.

Vielen Dank für das Interview. Es fragte Jenny Ruben

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