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Sorbische Bräuche im Spreewald

Die sorbischen Siedler brachten zahlreiche Sagen und Bräuche mit sich, die den Spreewald und seine Kultur bis heute prägen.

Die sorbischen Sitten und Bräuche nehmen bis heute einen festen Platz im Leben der Spreewaldbewohner ein. Insbesondere in den Sommermonaten laden zahlreiche Dörfer zu Heimat- und Volksfesten ein, die Besuchern einen Einblick in die sorbische Lebensart gewähren.

Sorbische Fastnacht (Zapust) im Spreewald

Die sorbische Fastnacht gehört zu den größten Festen in der Lausitz. Mit ihr werden der lange Winter verabschiedet sowie böse Geister und Dämonen vertrieben. Ein wichtiger Bestandteil der sorbischen Fastnacht ist das sogenannte Zampern: Hierbei ziehen kostümierte Zamperleute in Begleitung einer Kapelle mit Kiepe, Kober und Geldkassette durch das Dorf. Die Dorfbewohner halten Speck, Eier, Geld und Schnaps für die Zamperleute bereit. Den Abschluss des Zapust bilden der traditionelle Fastnachtstanz und das Eierkuchenessen.

Osterbräuche im Spreewald

Ostereierverzieren
Jungfern holen Osterwasser


Auch die zahlreichen Osterbräuche der Region sind auf die Sorben zurückzuführen. Zu ihnen gehören das Waleien (Eierrollen), das Holen von Osterwasser und die weit verbreitete Tradition des Osterfeuers. In der Oberlausitz und insbesondere bei den katholischen Sorben wird zudem das Osterreiten zelebriert.

Ostereierverzieren
Beim Verzieren der Ostereier wurden von den Sorben/Wenden typische Ornamente und Techniken entwickelt. Mit der Wachs- und Kratztechnik, dem Ätzen und Bossieren entstehen bunte Kunstwerke, die Ostersträuche und -nester schmücken. Dabei werden den bunten Ornamenten verschiedene Bedeutungen zugesprochen. So geben z.B. die Wolfszähne (Dreiecke) Kraft und Schutz vor dem Bösen.

Osterwasser
Dem Osterwasser wird eine heilende sowie verjüngende Wirkung zugesprochen. Zum Sonnenaufgang am Ostersonntag muss das Osterwasser aus einem Bach geschöpft werden. Während des Transports darf weder ein Ton gesprochen, noch ein Tropfen verschüttet werden. So soll die Reinheit und Wirkung des Wassers bewahrt werden.

Wendisches Osterreiten
Mit dem Osterreiten wird die frohe Botschaft der Auferstehung Christi verkündet. Dieser Brauch ist vor allem bei den katholischen Sorben und in der Oberlausitz verbreitet. Erleben können Sie diesen Brauch alljährlich in Zerkwitz.

Erntebräuche im Spreewald

Hahnrupfen
Sieger vom Hahnrupfen


In den Sommermonaten bereichern eine Reihe von Erntebräuchen das kulturelle Landleben. So macht mit dem traditionellen Hahnrupfen und Hahnschlagen der Fruchtbarkeitsgeist des alten Jahres Platz für einen neuen Hahn, der Kraft für die nächste Wachstumsperiode bringt.

Hahnrupfen
Ein geschlachteter Hahn wird an ein reich verziertes Tor gehängt. Rittlings versuchen die Jungen und Männer, den lose befestigten Kopf oder die Flügel des Hahns zu erhaschen. Dem Sieger gebührt ein Tanz mit der Gewinnerin des Froschkarren.

Hahnschlagen
Beim Hahnschlagen wird ein noch lebender Hahn zumeist in einen Korb gesetzt. Diesen müssen die Männer blindlings ertasten und darauf schlagen. Der freigelassene Hahn muss anschließend gefangen werden.

Froschkarren
Beim Froschkarren müssen die Mädchen einen Karren ins Ziel schieben, auf dessen Sprosse ein lebendiger Frosch sitzt, der es ebenfalls mit ins Ziel schaffen muss. Der Siegerin gebührt ein Tanz mit dem Sieger des Hahnrupfens.

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